Allgäu 4/5 [1/364]

Neujahrstag 2019

Immer noch Nebel. Aber heute sollte es trocken bleiben. Wir werden zum Werdensteiner Moos fahren. Dort erwartet uns eine einfache Wanderung mit einer kleinen Zusatzschlaufe zur Ruine Werdenstein. Die erste Überraschung ist das Wetter. Der Nebel lichtet sich auf und allmählich scheint sogar die Sonne. Wir starten die Wanderung kurz vor halb eins beim Parkplatz des Werdensteiner Mooses.

ALLGÄUER ALPEN
WERDENSTEINER MOOR

Burgruine Werdenstein

Allgäu 3/5

Und es kommt anders als wir dachten. Weiterhin Schneefall. Unser Entscheid, die Schneeschuhe zu Hause zu lassen, war wahrscheinlich falsch. Vorsorglich reserviert Dede im Hotel Schneeschuhe für uns. Ja wollt ihr dann bei diesem Wetter raus? Fragt die Dame an der Rezeption. Selbstverständlich. Kurz vor Mittag schnallen wir uns die Schneeschuhe an und ziehen los. Leichter Schneefall begleitet uns. Die Schneedecke genügt gerade zum Schneeschuhlaufen. Der Weg geht leicht abwärts zur Siedlung Leutfritz und zum Speckbach. Damit haben wir den tiefsten Punkt unserer Wanderung erreicht. Von hier geht es wieder aufwärts bis wir auf ein altes Eisenbahntrassee stossen, welches in der schneefreien Zeit als Rad- und Landwirtschaftsweg dient. Wir wandern ostwärts Richtung Hellengerst. Beim Wasserfall des Speckbaches gibts noch eine kurze Fotopause. Nach zweiteiliger Tel Stunden erreichen wir wieder unser Hotel.

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Sittertobel am 10. Juli

Es ist Montagabend. Für Dienstag ist passables Wetter angesagt. Eigentlich gut für eine Wanderung. Schliesslich stossen wir beim Studium verschiedener Unterlagen im COOP-Wanderbuch auf folgende Wanderung: Entlang der Sitter von St. Josefen nach Bernhardszell. Die Wanderung wird als leicht bezeichnet und soll 3 ¼ Stunden dauern. Wir sind von dieser Wanderung auf Grund der Routenbeschreibung angetan. In der Zwischenzeit ist es bereits Abend um halb Neun. Wir telefonieren noch unseren Freunden Yvonne und René in St. Gallen. Sie danken für die Anfrage und würden in einer halben Stunde zurückrufen. Es dauert nur eine Viertelstunde und schon sind die Beiden wieder am Draht. Alles klar: Wir verabreden uns für Dienstagmorgen um halb Zehn.

Am Dienstag ist das Wetter aber nicht, wie gehofft. In Winterthur haben wir eher den Eindruck von Regen. Ein kurzer Telefonanruf nach St. Gallen klärt alles: Wir werden wandern! In St. Gallen besprechen wir bei einem Kaffee die Wanderung und machen uns auf den Weg. Unser Auto können wir bei einer gemeinsamen Bekannten parkieren. Um halb elf legen wir im St. Galler Hochschulquartier los. Beim Autobahnanschluss Kreuzbleiche unterqueren wir die Autobahn A1, halten uns weiterhin etwas westwärts und erreichen beim Hätterensteg die Sitter. Von hier wandern wir dem linken Sitter Ufer entlang nach Norden. Von vis-à-vis grüsst das Dorf Engelburg. Engelburg ist in den letzten Jahren stark gewachsen und ist ein Teil der Gemeinde Gaiserwald. Im Restaurant Erlenholz können wir nicht einkehren. Der Betrieb ist wegen Ferien geschlossen, so benützen wir eine Sitzbank kurz vor dem Schiessstand von Wittenbach eine Bank für eine kleine Pause. Plötzlich hören wir Musik. Irgendwo an der Sitter unten scheint jemand Alphorn zu blasen. Wir setzen unsere Wanderung fort und kommen so der Musik immer näher. Und tatsächlich: Beim Schiessstand gibt es einen Ausbildungsplatz für Jäger. Und hier üben drei ältere Herren Alphornblasen. Wir applaudieren. Später passieren wir ein Zeltlager einer Jugendgruppe. Hier herrscht Zucht und Ordnung, das ganze Lager ist sauber aufgeräumt. Die Jugendlichen sind mit allerlei Spielen beschäftigt. Nun ist es an der Zeit unser Picknick hervorzuholen. Wir finden direkt an der Sitter ein Plätzchen zum Sitzen. Nach der Fortsetzung der Wanderung führt der Wanderweg weg vom Ufer Richtung Ladhub und Chapfmüli. Dazwischen verlassen wir den richtigen Pfad wegen Unachtsamkeit, wir merken den Fehler schnell und sind in wenigen Minuten wieder auf dem Wanderweg. Bald nach Chapfmüli erreichen wir wieder das Flussufer. Von da an ist der Wanderweg etwas unruhig. Hochwasser haben dem Ufer arg zugesetzt. Stege und kleine Brücken liegen schief in der Landschaft und müssen sorgfältig begangen werden. Bei Wannenbrugg, der Name deutet es an, kommen wir zur Brücke nach Bernhardzell. Diese Brücke ist eine gedeckte Holzbrücke und dient nur noch den Fussgängern und den Radfahrern. Leicht ansteigend wandern wir bis nach Bernhardzell. Hier müssen wir etwa 20 Minuten warten bis das Postauto kommt. Mit Umsteigen in Engelburg erreichen wir bald wieder den Ausgangspunkt unserer Wanderung. Wir fahren mit dem Auto zurück zu Yvonne und René und lassen den schönen Tag bei einem Glas Wein ausklingen.